Wandel als Lebensprinzip

„Pflanzen sind durchaus nicht unbeweglich, auch wenn wir dazu neigen, diesen normalerweise fest in der Erde verwurzelten Organismen jegliche Art von Mobilität abzusprechen. Vergegenwärtigt man sich aber, daß die hauptsächliche Bestimmung einer Pflanze – und in diesem Punkt unterscheidet sie sich nicht von einem Tier – darin besteht, Nachkommen hervorzubringen, die dann abseits der Mutterpflanze einen Platz zum Leben benötigen, wird einem schnell klar, daß auch Pflanzen in irgendeiner Phase ihres Lebens wandern müssen.“

David Attenborough
in: Das geheime Leben der Pflanzen, Bern/ München/ Wien 1995, S. 12

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Stirps vagans muelleri – Wanderbewegung

wandersprosseddorf2006-solo_webIn weiten Bögen umspannt sie
das Land mit ihren umfangreichen Ausläufern, deren Oberfläche, abgesehen von den violetten Sprossverdickungen, grünlich-gelb changiert.
Erstaunlich für die hiesige Vegetation ist die Mächtigkeit der Sprossenkörper, die auch von Augenzeugen immer wieder betont wird (s.u.): Mit einem Durchmesser von mehr als 20cm reicht sie weit aus dem Erdboden hervor (1,70 – 1,90m), um schließlich in einem großen Bogen wieder im Bodengrund zu ‚verschwinden‘. Dieses „Verschwinden“ tritt manchmal für Jahre auf, in denen sich die Wandersprosse scheinbar ganz zurückzieht.