Die Wandersprosse im Gelände – live und in Farbe

Und noch eine unglaubliche Geschichte aus Oberhausen-Osterfeld, die uns vor einigen Tagen erreichte – erste Fotos von der Wandersprosse in Bewegung … das gab’s bis jetzt nicht. Danke für diese Fundmeldung!

„…ich kann es noch gar nicht fassen…..

Hallo erstmal……..aber ich hab sie gesehen und es ging alles so schnell. Hab alle Bilder die ich schießen konnte angehängt. Die ersten Bilder sind der Aufregung geschuldet und etwas verwackelt, aber ich konnte noch ein paar aussagekräftige Bilder machen.
Wahnsinn, wie soll ich nur bei dieser Aufregung heute einschlafen….“

Renee Radermacher, Oberhausen-Osterfeld

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Stirps vagans muelleri – Wanderbewegung

wandersprosseddorf2006-solo_webIn weiten Bögen umspannt sie
das Land mit ihren umfangreichen Ausläufern, deren Oberfläche, abgesehen von den violetten Sprossverdickungen, grünlich-gelb changiert.
Erstaunlich für die hiesige Vegetation ist die Mächtigkeit der Sprossenkörper, die auch von Augenzeugen immer wieder betont wird (s.u.): Mit einem Durchmesser von mehr als 20cm reicht sie weit aus dem Erdboden hervor (1,70 – 1,90m), um schließlich in einem großen Bogen wieder im Bodengrund zu ‚verschwinden‘. Dieses „Verschwinden“ tritt manchmal für Jahre auf, in denen sich die Wandersprosse scheinbar ganz zurückzieht.

Phantom Wandersprosse – Eifel, Juli 2008

Augenzeugenbericht des Mykologen Ferdinand Bartels vom 2.7.2008:

„Am Abend des 2.7.2008 fielen mir, im Rahmen meiner pilzkundlichen Studien zur Verbreitung von Lycogala epidendrum (Blutmilch- Schleimpilz) auf Nadelholzstubben in der Vulkaneifel auf einer Wiese am Rande einer dichten Nadelwalddickung eigenartige und auf den ersten Blick unwirklich erscheinende bogenförmige Strukturen auf.
Bei vorsichtiger Annäherung erkannte ich mehrere etwa armdicke sprossähnliche Triebe, die den Wiesenboden durchbrochen hatten und dann nach einem parabelähnlichen Bogen wieder in der Erde verschwanden. Bei genauer Nachsuche im näheren Umfeld konnte ich zwei „Triebe“ finden, die gerade die Bodenoberfläche durchbrachen. Irritierend war vor allem auch, dass die Triebe ein langsames aber durchaus sichtbares Wachstum zeigten. Im Dämmerlicht stellte sich die Oberfläche als leicht schleimige, mit einem feinen weißlichen Netz überzogene Haut dar. (…)
Am nächsten Tag suchte ich den Ort wiederum mit einigen Kollegen des mykologischen Vereines auf, um eine Bestätigung und fachliche Einschätzung des mir unbekannten Phänomenes zu bekommen. Leider waren am Ort keine der von mir vorgefundenen Strukturen mehr zu erkennen. Bei intensiver Nachsuche durch alle Beteiligten konnten wir aber an einigen Stellen die Austritts- oder Eintrittsöffnungen im Boden finden. Diese waren kreisrund, scharf abgegrenzt und mit Resten einer schleimartigen, aber nun ausgehärteten Schicht bedeckt. (…)“