Phantom Wandersprosse – Eifel, Juli 2008

Augenzeugenbericht des Mykologen Ferdinand Bartels vom 2.7.2008:

„Am Abend des 2.7.2008 fielen mir, im Rahmen meiner pilzkundlichen Studien zur Verbreitung von Lycogala epidendrum (Blutmilch- Schleimpilz) auf Nadelholzstubben in der Vulkaneifel auf einer Wiese am Rande einer dichten Nadelwalddickung eigenartige und auf den ersten Blick unwirklich erscheinende bogenförmige Strukturen auf.
Bei vorsichtiger Annäherung erkannte ich mehrere etwa armdicke sprossähnliche Triebe, die den Wiesenboden durchbrochen hatten und dann nach einem parabelähnlichen Bogen wieder in der Erde verschwanden. Bei genauer Nachsuche im näheren Umfeld konnte ich zwei „Triebe“ finden, die gerade die Bodenoberfläche durchbrachen. Irritierend war vor allem auch, dass die Triebe ein langsames aber durchaus sichtbares Wachstum zeigten. Im Dämmerlicht stellte sich die Oberfläche als leicht schleimige, mit einem feinen weißlichen Netz überzogene Haut dar. (…)
Am nächsten Tag suchte ich den Ort wiederum mit einigen Kollegen des mykologischen Vereines auf, um eine Bestätigung und fachliche Einschätzung des mir unbekannten Phänomenes zu bekommen. Leider waren am Ort keine der von mir vorgefundenen Strukturen mehr zu erkennen. Bei intensiver Nachsuche durch alle Beteiligten konnten wir aber an einigen Stellen die Austritts- oder Eintrittsöffnungen im Boden finden. Diese waren kreisrund, scharf abgegrenzt und mit Resten einer schleimartigen, aber nun ausgehärteten Schicht bedeckt. (…)“

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